„Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora“

Die Initiative “Geschichte vermitteln” zeigt in Kooperation mit der Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig die Wanderausstellung “Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora”. Im Mittelpunkt stehen die Verschleppung sowie der Kampf der Sinti und Roma um das Überleben in den Lagern des KZ Mittelbau. Anhand von zahlreichen Dokumenten, Fotos und Erinnerungsberichten wird der Beginn der Verfolgung der Sinti und Roma in Nordhausen seit den 1930er Jahren thematisiert. Auch das oftmals vergebliche Ringen der KZ-Überlebenden um gesellschaftliche Anerkennung nach 1945 ist Gegenstand der Ausstellung.

Die Ausstellung ist vom 19.03. bis 31.03.2014 zu sehen in der
galerie KUB. forum für zeitbasierte kunst und politische kultur
kantstrasse 18, 04275 Leipzig
www.galeriekub.de

Öffnungszeiten: Mi-Sa 16-20 Uhr, auf Anfrage auch weitere Öffnungszeiten möglich

Veranstalter:

Initiative „Geschichte vermitteln“ in Zusammenarbeit mit:

Gedenkstätte für Zwangsarbeit Leipzig Permoser Str. 15, 04318 Leipzig / www.zwangsarbeit-in-leipzig.de

Mit freundlicher Unterstützung von Rosa-Luxemburg-Stiftung Sachsen und Conne Island, Koburger Str. 3, 04277 Leipzig

http://geschichtev.ge.funpic.de/

 

Montag, 24.03.2014

Conne Island, Koburger Str. 3, 19:00 Uhr
Die Blicke der Täter: Der Genozid an den Sinti und Roma im Spiegel von Fotoquellen
Vortrag von Frank Reuter
Bis heute werden historische »Zigeuner«-Fotos in TV-Dokumentationen oder zeitgeschichtlichen Ausstellungen eingesetzt, ohne dass ihre Entstehungsbedingungen und ihre Wirkungen auf den heutigen Betrachter hinreichend reflektiert würden. Dies gilt insbesondere für die Zeit des Nationalsozialismus. In seinem Vortrag
setzt sich Frank Reuter, Historiker und langjähriger Mitarbeiter im Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma, mit diesem fotografischen Erbe kritisch auseinander. Dabei fragt er auch nach tief verwurzelten Traditionslinien des Sehens von »Zigeunern« und dem Fortwirken stereotyper Wahrnehmungsmuster bis in die Gegenwart.
Donnerstag, 27.03.2014

galerie KUB, Kantstr. 18, 19:00 Uhr
Zeugnisse von Sinti und Roma im Erinnerungsarchiv des AJZ e.V. Dessau Vortrag und Film von Jana Müller
Seit 1998 sammelt das Zeitzeugenarchiv des Alternativen Jugendzentrums Dessau Zeugnisse von Verfolgten des Naziregimes. 2004 entstanden erste Kontakte zu überlebenden Sinti, einige dieser ZeitzeugInnen berichteten zum ersten Mal außerhalb der Familie von ihrer Verfolgung und fanden mit Unterstützung des Jugendzen trums Dokumente des Leidensweges von Familienangehörigen. Das AJZ forschte nach Spuren der Sinti aus Dessau-Roßlau, die Anfang 1938 aus der Stadt vertrieben wurden. So entstanden eigene Filmproduktionen wie zum Beispiel die Dokumentation »Was mit Unku geschah – Das kurze Leben der Erna Lauenburger«. Ein Interview des AJZ mit Franz Rosenbach bereichert die Ausstellung »Von Auschwitz in den Harz. Sinti und Roma im KZ Mittelbau-Dora«.
In der Veranstaltung stellt Jana Müller den Bestand des Archivs mit dem Schwerpunkt Sinti und Roma vor, berichtet von der Zusammenarbeit und dem sehr persönlichen Kontakt mit den ZeitzeugInnen sowie den Reaktionen Jugendlicher auf die ZeitzeugInnen, den aus dem Vermächtnis resultierenden Verantwortlichkeiten der
Veröffentlichung von Materialien und der Vorbereitung auf die Zeit ohne direkte ZeugInnen/Überlebende des Völkermordes an den Sinti und Roma.
Workshop »Geschichte und Gegenwart des Antiziganismus«
Die Initiative »Geschichte vermitteln« bietet bei Interesse einen Workshop zum Thema Antiziganismus an. Bitte wenden Sie sich an Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! JavaScript muss aktiviert werden, damit sie angezeigt werden kann.
Montag, 31.03.2014

galerie KUB, Kantstr. 18, 19:00 Uhr
»Sie gehören nirgendwo dazu und sind doch überall zu Hause« – Die Gegenwart der »Zigeuner« - Wissenschaften
Vortrag von Tobias von Borcke
Das »Forum Tsiganologische Forschung« ist am Institut für Ethnologie der Universität Leipzig angesiedelt und bezeichnet sich selbst als »einzige deutsche Institution, die sich aus ethnologischer Perspektive mit den transnationalen, nationalen und lokalen Gruppen der Roma/Zigeuner beschäftigt«. Es möchte nicht an die lange Tradition der wissenschaftlichen (Re-)Produktion antiziganistischer Stereotype anknüpfen, sondern eine differenzierte Darstellung ziganer Kulturen in ihrer Heterogenität leisten.
Einer Tsiganologie auf der Höhe der Zeit dürfe es nicht um die Bestimmung eines wie auch immer gearteten Wesens der 'Zigeuner_innen' gehen, sondern darum, Minderheitengruppen in ihrem Wechselverhältnis mit der jeweiligen Mehrheitsgesellschaft zu verstehen. Die Ansätze der aktuellen »Zigeuner_innen«- Wissenschaft sind allerdings durchaus heterogen: Einige Veröffentlichungen durch die Kolportage von Gerüchten auf dem Niveau der Klatschpresse auf, während andere Arbeiten antiessentialistische Ansprüche verfolgen. Aber auch ihnen gelingt es oft nicht, sich von Stereotypen zu lösen. Dies wirft die Frage auf, ob Tsiganologie
jenseits antiziganistischer Klischees überhaupt möglich ist. Tobias von Borcke ist Mitherausgeber des Sammelbandes »Antiziganistische Zustände 2. Kritische Positionen gegen gewaltvolle

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Am Donnerstag, den 03. April 2014, um 9.00 Uhr, im Liebknecht-Haus, Braustraße 15, findet eine Veranstaltung der AG Senioren bei der Partei DIE LINKE, statt.

Die AG Senioren trifft sich jeden 1. Donnerstag im Monat im Liebknecht-Haus. Wir sind Mitglieder und SympathisantInnen im Leipziger Stadtverband, die dafür eintreten, dass alle Menschen auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben in Würde führen können. Wir streben eine Zusammenarbeit mit Seniorenorganisationen, Sozialverbänden, Gewerkschaften und weiteren Gremien an, die sich für eine neue Kultur des Alterns und des Alters einsetzen.

Richard Gauch von der Initiative "Leipzig Korrektiv" hält einen Vortrag zum Thema:

 

"Die aktuelle Situation von Minderheiten in Ungarn"

Der Vortrag dauert ca. 70 Minuten, plus eines Kurzfilm zum Thema von ca. 10 Minuten

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei!

(Wir würden im Anschluss an diesem Vortrag, sehr gern für unser Roma-Hilfsprojekt um Spenden bitten.)


Zur Initiative "Leipzig Korrektiv":
Wir - das ist die Initiative "Leipzig Korrektiv", die sich um die Belange von Roma in Ungarn engagiert und dafür in Deutschland Öffentlichkeitsarbeit macht und Spenden sammelt.

Im Ergebnis einer einmonatigen Recherchereise im April letzten Jahres nach Ungarn hat sich unter anderem die Kooperation mit der „Bürgerrechtsbewegung für die Republik“ aus Budapest vertieft. Diese Organisation engagiert sich auf vielen Ebenen für Demokratie und Menschenrechte und insbesondere für Integration von Roma in Ungarn. Gemeinsam mit VertreterInnen der Bürgerrechtsbewegung haben wir verschiedene Orte besucht, in denen Roma leben. Deren Lebenssituation ist überaus kritisch. Sie sind nahezu ausgeschlossen von sozialer und gesundheitlicher Grundversorgung sowie Erwerbsarbeit, leben unter schlechten Wohnbedingungen und werden im Bildungswesen systematisch benachteiligt. Auch rassistische Gewalt gehört zum Alltag.
Um auch in 2014 weiterhin aktuell berichten zu können, wird es im April 2014 eine weitere Recherchereise der Initiative "Leipzig Korrektiv" geben.

http://pusztaranger.wordpress.com/2013/08/04/spendenaufruf-fur-ein-projekt-von-und-fur-roma-im-ungarischen-dorf-kallo/

http://kreuzer-leipzig.de/2013/10/09/die-stehen-mit-dem-ruecken-zur-wand/

http://www.not-illegal.vereine-leipzig.org/index.php/buergerinitiative-leipzig-korrektiv.html

http://not-illegal.vereine-leipzig.org/

http://www.cornelia-ernst.de/2012/09/aufruf-zur-rucknahme-eines-vertreters-der-ungarischen-regierung-zum-lichtfest-in-leipzig/

 

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Liebe Freunde, Untertützer und Kollegen,
hiermit möchten wir Sie/euch herzlich zum Internationalen Roma-Tag am 8. April um 18.00 nach Leipzig ins Neue Rathaus einladen. Es ist das erste Mal, dass dieser Tag in Sachsen offiziell begangen wird. Und es wäre ein tolles Zeichen, wenn möglichst viele Menschen erscheinen würden. Alle weiter Informationen finden Sie unten und im Anhang,
liebe Grüße Gjulner Sejdi
Amari Europa - Amaro Leipzig 
Unser Europa - Unser Leipzig
Perspektiven zum Internationalen Roma-Tag 2014
Ausstellungseröffnung und Diskussion
Am 8. April ist der Internationale Tag der Roma. Dieser Tag erinnert an den ersten Welt-Roma-Kongress 1971 in London, der ein Meilenstein für ihre Emanzipation war: die Delegierten sprachen sich einmütig für die Selbstbezeichnung "Roma" anstelle diskriminierender Fremdbezeichnungen aus und einigten sich auf ihre gemeinsame Flagge und eine Hymne.
Roma leben seit Jahrhunderten in Europa. Sie bilden in ihren Heimatländern historisch gewachsene Minderheiten. Heutzutage leben ca. 10 bis 12 Millionen Roma in Europa, ungefähr die Hälfte davon in der EU. Sie sind somit die größte Minderheit in Europa. Viele von ihnen sind in ihrem Alltag immer noch Vorurteilen, Diskriminierung und Intoleranz ausgesetzt.
  • Wie leben Roma heute in Europa, Deutschland und Sachsen?
  • Welchen Vorurteilen und Stereotypen sind sie ausgesetzt?
  • Wie wird ihre Integration gefördert?
  • Und was sollte die Mehrheitsgesellschaft wissen, um die Roma besser zu verstehen?
18:00 Uhr Galerie in der 1. Etage
Eröffnung der Fotoausstellung 
"Munro Leipzig - Mein Leipzig. Roma-Jugendliche zeigen ihre Stadt"

Mit musikalischer Begleitung
18:30 Uhr, Festsaal
Diskussion "Roma in Europa - gestern, heute und morgen"
Eröffnung durch den Ersten Bürgermeister der Stadt Leipzig, Andreas Müller
Es diskutieren:
  • Markus End, Politologe und Verfasser "Antiziganistisches Gutachtens für Deutschland", Berlin
  • Beata Burakowska, Rom e.V., Sozial- und Musikpädagogin für Roma-Kinder und -Jugendliche, Köln
  • Gjulner Sejdi, 1. Vorsitzender Romano Sumnal e.V., Leipzig
Moderation: Ulrike Bran, Stadt Leipzig - Referat für Migration und Integration
Der Eintritt ist frei.
Veranstalter:
Romano Sumnal e. V.
Stadt Leipzig, Referat für Migration und Integration
Migrantenbeirat der Stadt Leipzig
Weiterdenken - Heinrich-Böll-Stiftung Sachsen
Romano Sumnal -
Verein für Roma-Kulturvermittlung und
politischen, kulturellen und gesellschaftlichen Romaaktivismus

1. Vorsitzender Gjulner Sejdi

01573 5225299

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Am Freitag, den 09. Mai 2014, um 19.00 Uhr, findet eine Gemeinschaftsveranstaltung des Frauenkultur e.V. - Leipzig und der Initiative „Leipzig Korrektiv“ im Vereinshaus Frauenkultur, Windscheidstraße 51, 04277 Leipzig, statt. Den Vortrag hält Richard Gauch von der Initiative "Leipzig Korrektiv" zum Thema:


"Die aktuelle Situation der Minderheiten in Ungarn"

Der Vortrag dauert ca. 70 Minuten, plus eines Kurzfilm zum Thema von ca. 10 Minuten

Die Veranstaltung ist öffentlich und der Eintritt frei!

(Wir würden im Anschluss an diesem Vortrag, sehr gern für unser Roma-Hilfsprojekt um Spenden bitten.)

 

http://kreuzer-leipzig.de/2013/10/09/die-stehen-mit-dem-ruecken-zur-wand/